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HIV, Aids und ein paar Zahlen dazu

Das Kürzel «HIV» steht für Humanes Immundefizienzvirus. Es wird über Blut- und Körperflüssigkeiten übertragen und befällt Zellen des Immunsystems, die deswegen nach und nach absterben. Daraus resultiert die Immunschwäche Aids. «Aids» steht für Acquired Immune Deficiency Syndrom (etwa: „erworbenes Abwehrschwächesyndrom) und ist die letzte Stufe der HIV-Erkrankung mit lebensgefährlichen Infektionen und Krebs. HIV („Aids-Virus“) wurde Anfang der 1980er Jahre entdeckt – und war damals nicht therapierbar. 1987 kam dann das erste Medikament für die Therapie des HI-Virus auf den Markt – mit bescheidenem Therapieerfolg und schwerwiegenden Nebenwirkungen. Heute, bald 40 Jahre später, lässt sich eine HIV-Infektion so behandeln, dass der Patient bei guter Lebensqualität eine fast normale Lebenserwartung (im Vergleich zu nicht-infizierten Menschen) hat. Dennoch: Die HIV-Infektion ist bis heute nicht heilbar, eine Impfung ist trotz intensiver Forschungsbemühungen nicht verfügbar. Ganz weg geht das HI-Virus nie: Es «schlummert» bei Betroffenen in bestimmten Körperzellen weiter.

Die Neuinfektionen nehmen aktuell in Osteuropa und Zentralasien dramatisch zu, während in Subsahara-Afrika – der Region mit den meisten HIV-Patienten – die Neuinfektionen dank deutlich besserem Zugang zu den Medikamenten zurückgehen. Gemäss neueren Schätzungen leben in der Schweiz rund 16'600 (Bundesamt für Gesundheit BAG) bis 20'000 (Aids-Hilfe Schweiz) mit HIV infizierte Menschen. Das Spätstadium Aids wurde in der Schweiz bis Ende 2015 bei insgesamt fast 9800 Personen diagnostiziert, wovon zirka 60 % an den Folgen der Krankheit gestorben sind. Pro Jahr gibt es knapp unter 100 neue Aids-Diagnosen, vor allem bei Personen mit erst spät entdeckter HIV-Infektion. 2018 wurden in der Schweiz 425 neue HIV-Diagnosen gestellt.


Quellen und weitere Infos: